Same Same But Different (SaSaDi)

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Beschreibung des Projekts

Das Thema soziale Ungleichheit im Bildungssystem ist zu einem wichtigen politischen Thema avanciert und wird im Zuge des prognostizierten Fach- und Führungskräftemangels auch für die deutschen Hochschulen zunehmend drängend.

Was bedeutet jedoch Bildung für den Kontext der Hochschule? Welche Definition von Bildung ist Ausgangspunkt der Diskurse? Daher ist es ein Teilvorhaben des Projekts, auf der Basis unterschiedlicher Diskurse, wie dem historischen, dem rechtlich/politischen, dem erziehungswissenschaftlichen, dem soziologischen usw. zu untersuchen, was Bildung für Hochschulen bedeuten könnte. Gerade vor dem Hintergrund der gravierenden Veränderungen, die der Bologna-Prozess mit sich gebracht hat, ist diese Frage von besonderem Interesse.

Besonders für technische Hochschulen, die traditionell eine geringere Partizipation von Frauen in MINT-Fachbereichen aufweisen und deren Studierende sich aus einer relativ homogenen Gruppe zusammensetzen, ist Bildungsgerechtigkeit zu diskutieren. So gewinnt die Rekrutierung von Studentinnen sowie nicht-traditioneller Studierender, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, beispielsweise mit Migrationshintergrund, zunehmend an Bedeutung. Andererseits bringt eine sich zunehmend diversifizierende Studierendenschaft besondere Herausforderungen mit sich, welche auch im Kontext der Bildungsgerechtigkeit erörtert werden müssen.

Ziel des Projektes ist es, die verschiedenen Wissenschaftsdiskurse aus den Disziplinen Soziologie, Politische Wissenschaft, Erziehungswissenschaft sowie Rechtswissenschaft im Bezug auf Bildungsgerechtigkeit im Rahmen der Geschlechtergerechtigkeit an Hochschulen interdisziplinär zusammenzuführen und so ein Transferkonzept zu erstellen, das als Grundlage für darauf aufbauende wissenschaftliche Diskurse zum Thema Bildungsgerechtigkeit genutzt werden kann und als theoretischer Beitrag in den Diskurs um die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen mit Migrationshintergrund in MINT-Fächern bereichern kann.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Monaten und wird durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.