Das GDI-Lehrkonzept: Ein interdisziplinärer, kompetenzbasierter Ansatz

  Studierende während einer Vorlesung Urheberrecht: Mario Irrmischer  

Ingenieur*innen kreieren technische Lösungen für die Folgen unterschiedlicher globaler Entwicklungen und formen somit gesellschaftliche Strömungen und Trends mit ihrer Arbeit. Dabei beeinflussen globale Herausforderungen die Komplexität der Anforderungen, die an den Ingenieurberuf gestellt werden.

 

Kompetenzen

  1. Methodenkompetenzen
     •  Abstraktes und analytisches Denken
     •  Planungsfähigkeit
     •  Differenzierte Anwendung qualitativer und quantitativer Methoden
     •  Kritischer Umgang mit Fachliteratur
     •  Rhetorik und Präsentationsfähigkeit
  2. Soziale Kompetenzen
     •  Empathie
     •  Interkulturelle Kompetenz
     •  Interdisziplinäres Denken
     •  Teamfähigkeit und Fairness
     •  Toleranz
     •  Soziale Verantwortung
  3.  Persönliche Kompetenzen
     •  Verantwortungsbewusstsein
     •  Kreativität
     •  Durchhaltevermögen
     •  Selbstbewusstsein und Ausstrahlung
     •  Motivation
     •  Lernbereitschaft
     •  Adaptionsfähigkeit
     •  Stresstoleranz
     •  Reflexionsfähigkeit
     •  Eigeninitiative
 

Vor diesem Hintergrund entwickelte das GDI einen ganzheitlichen kompetenzbasierten Ansatz für die Hochschulausbildung in den Ingenieurwissenschaften, der sozialverantwortliche Ingenieur*innen hervorbringen soll. Die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen ist unabdingbar, um die Wechselbeziehungen zwischen Technik, Mensch, Kultur, Gesellschaft und Umwelt bei der Entwicklung von nachhaltigen, zukunftsorientierten und sozialverantwortlichen Lösungsansätzen und Innovationen mitzudenken.

Überfachliche Kompetenzen

Um Studierende zu sozial verantwortlichen Ingenieur*innen auszubilden und interdisziplinäre Inhalte zu vermitteln, bedarf es einer praxisorientierten Lehre, die eng mit der Forschung verknüpft ist. Die so vermittelten überfachlichen Kompetenzen gehen über die Fachkompetenzen hinaus und werden verstärkt von Unternehmen nachgefragt (vgl. Diskussionspapiere des Stifterverbands zu „Future Skills“: Welche Kompetenzen in Deutschland fehlen, Strategische Potentiale für Hochschulen).

Die Studierenden lernen in den Lehrveranstaltungen des GDI ingenieurwissenschaftliche Themen aus einer anderen Perspektive zu beleuchten und gleichzeitig ihre persönlichen Einstellungen zu reflektieren. Durch diesen Prozess wird den Studierenden die Fähigkeit vermittelt, ihre Erfahrungen und das angeeignete Wissen in ihr späteres Arbeitsumfeld zu übertragen.

Praxisnahe, interaktive und inklusive Lehrformate

Um individuelle und praktische Erfahrungen zu sammeln, stellt Teamarbeit einen zentralen Pfeiler der Lehrveranstaltungen am GDI dar. Die Studierenden sollen praxisnahe Problemstellungen in heterogenen Gruppen lösen, um dadurch nachhaltige Lösungen für gesellschaftliche Fragen zu kreieren.

Das inklusive und interaktive Lehrkonzept des GDI zielt darauf ab, eine möglichst vielfältige Studierendenschaft anzusprechen und den Bedürfnissen verschiedener Lerntypen gerecht zu werden. In der praktischen Umsetzung steht dabei ein interaktives Lehren und Lernen im Mittelpunkt, das die Studierenden zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten und kritisch-analytischen Denken anregen soll.

  Farbenfrohe Grafik der Sustainable Development Goals Urheberrecht: UN

Sustainable Development Goals

Die Sustainable Development Goals bilden auch hier den thematisch-fachlichen Rahmen. Schwerpunkte in den Lehrveranstaltungen sind z.B. Nachhaltigkeit, Urbanität, Mobilität, Klimaanpassung, Diversity und Change Management sowie Gender Studies.

Unser Ziel ist die Sensibilisierung der Studierenden für die komplexen Herausforderungen einer nachhaltigen Technikentwicklung durch Erhöhung der eigenen Reflektionsfähigkeit und die Entwicklung von Kompetenzen, um mit diesen Herausforderungen umzugehen.