Expanding Engineering Limits: Culture, Diversity and Gender

 

Inhalt

Das grundlegende Ziel des Kurses „Expanding Engineering Limits: Culture, Diversity and Gender“ ist es, das derzeitige Kursangebot zu erweitern und den Studierenden ein neues Kursformat mit verschiedenen interdisziplinären Inhalten in einem diversen und internationalen Rahmen zu bieten. Der Kurs analysiert die Zusammenhänge zwischen den Ingenieurswissenschaften, sozialen Handlungsweisen und deren Kultur im Kontext von Gender und Diversity. Die komplexen Auswirkungen scheinbar „schwacher“ sozialer Aspekte für das alltägliche Lernen und Arbeiten in Forschung, Weiterentwicklung und den praktischen Ingenieurswissenschaften werden reflektiert und aus neuen Perspektiven betrachtet. Der gesamte Kurs Ist eine Zusammenarbeit zwischen dem GDI der RWTH Aachen University und der School of Engineering of Stanford University, CA, USA. Er umfasst drei Teilkurse: (1) „Expanding Engineering Limits: Culture, Diversity and Gender - Lecture Part“, welcher auf Literatur, Textarbeit und Diskussionen gerichtet ist, ein praktisches Modul (2) „Expanding Engineering Limits: Culture, Diversity and Gender - In Practice“, welcher die Pop-Up-Class „Reshaping Engineering Culture with Design Thinking“ enthält, In der Design Thinking als bedeutende Methode für kreative Innovationen gelehrt wird und (3) den anwendungsorientierten Kursteil „Discovering Innovation - Project Work Beyond Engineering“, in dem die Studierenden ihr Gelerntes in einer Projektarbeit anwenden und eigene Lösungen für konkrete, praktische Problemstellungen finden können. Da alle drei Kursteile zusammen mit der Stanford University durchgeführt werden, wird eine internationale Lernerfahrung mit Studierenden beider Universitäten garantiert. Der Kurs „Expanding Engineering Limits: Culture, Diversity and Gender - Lecture Part“ gibt eine Einleitung in ausgewählte Literatur und gibt Studierenden der Ingenieurswissenschaften grundlegendes aber auch weitergehendes Wissen in den Bereichen Gender- und Diversity-Ansätze, soziale Praxis und Kultur der Ingenieurwissenschaften. Kombiniert mit Gastrednern in Aachen und Stanford sollen die Studierenden Einblicke in diese Themenbereiche erhalten und sich mit vielen Fragen und Thematiken beschäftigen: Wie beeinflusst und verändert die Kultur die Ingenieurwissenschaften? Der Fokus wird auf kulturelle Aspekte des Bereichs Gender und Diversity gelegt, welcher eine bedeutende Auswirkung darauf hat, wer Ingenieur wird, welche Problematiken angegangen werden und wie die Ausführung und Qualität von Problemlösungen, Designs, Technologien und Produkten. Da die Teilnehmer im Kurs aktiv teilnehmen sollen, werden nicht nur Texte bearbeitet, sondern es wird Gruppenarbeiten geben und Meinungsaustausche und Diskussionen quer über den Atlantik stattfinden.

Angestrebte Lernergebnisse

Wissen & Verständnis: Die Studierenden sind in der Lage Konzepte in den Bereichen Gender, Sex und Diversity zu definieren und zu vergleichen, und können Beispiele aus diesen Konzepten in verschiedenen Kontexten erkennen. Sie können das Konzept der Fachkultur erklären und Vergleiche zwischen verschiedenen ingenieurwissenschaftlichen Kulturen ziehen. Die Teilnehmenden können spezielle Konzepte und Ansätze aus Kultur, sozialer Praxis, Einbindungsprozessen, Abgrenzung und Diskriminierung in ausgewählten Zusammenhangen beschreiben. Die Studierenden sind in der Lage das Konzept der Intersektionalität von Erfahrungen von Frauen und Männern in der ingenieurwissenschaftlichen Kultur, sowie geläufige Vermutungen und Stereotype in den Ingenieurwissenschaften und Sex/Gender-Unterschiede zu analysieren. Die Studierenden sind in der Lage wissenschaftliche Texte und andere Literatur in Gruppenarbeit und alleine auszuwerten. Sie können den Inhalt der Texte wiedergeben und interpretieren und die Hauptaussage folgern.

Anwendung & Transfer: Die Studierenden können das Wissen und die Einblicke, welche sie erhalten haben, auf andere Kontexte anwenden und sind in der Lage dies in neuen Kontexten zu erkennen - speziell Im ingenieurwissenschaftlichen Bereich. Sie sind in der Lage eigene Meinungen und Ideen auszudrücken und sie in Diskussionen zu verbalisieren und zu reflektieren. Die Studierenden können sie ebenfalls konkretisieren und in mündlichen Vortragen als auch in schriftlichen Ausführungen auf einem Grundniveau erläutern.

Reflexion & Auswertung: Die Studierenden können ihr erlangtes Wissen und ihre Lernerfahrung reflektieren und bewerten. Sie können die Gender- und Diversity-Perspektiven In den Ingenieurswissenschaften erkennen, analysieren und bewerten. Außerdem sind sie in der Lage sich neue Prozesse, Praktiken und Kulturen in den Ingenieurwissenschaften, die neue oder erweiterte Perspektiven auf Gender und Diversity haben, vorzustellen

Unterrichtssprache: Englisch
Art: Vorlesung