Exzellenzcluster „Internet of Production“

  Internet of Production – Forschungslandschaft in Aachen Urheberrecht: CoE IoP

Im Rahmen der dritten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Spitzenforschung am Hochschul- und Wissenschaftsstandort Deutschland wurde die Förderung des Folgeantrags des Exzellenzclusters „Internet of Production (IoP)“ der RWTH Aachen University bewilligt. Im Rahmen des Clusters ist das GDI in zwei Teilprojekten vertreten: „Equal Opportunities“ und „Integrated Usage“.

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Internet of Production

Das Internet – in seiner Bedeutung als weltweites sozio-technisches Netzwerk – hat die Verfügbarkeit von Daten und Wissen revolutioniert. Mit dem Konzept des Internets der Dinge (IoT für engl. Internet of Things) wurde die Idee auf die physikalische Welt übertragen. Die direkte Anwendung des IoT-Ansatzes auf die Produktion ist derzeit nicht zielführend möglich, da die Produktionstechnik durch wesentlich mehr Parameter, aber weniger verfügbare Daten als andere Big-Data-Domänen geprägt ist. Obwohl in der modernen Produktionstechnik große Mengen an Daten vorhanden sind, sind diese weder einfach zugänglich, interpretierbar, noch so vernetzt, dass daraus Wissen generiert werden kann. Dem Internet of Production (IoP) liegt die Vision zugrunde, ein neues Niveau der domänenübergreifenden Kollaboration zu ermöglichen, indem semantisch adäquate und kontextbezogene Daten aus Produktion, Entwicklung und Nutzung in Echtzeit und angepasster Granularität zur Verfügung gestellt werden.

 

Teilprojekt „Equal Opportunities“

Anknüpfend an die Aktivitäten aus dem Exzellenzcluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer" beforscht das GDI im Rahmen des Exzellenzclusters „Internet of Production“ die Implementierung eines Diversity Management Ansatzes in komplexe organisationale Strukturen. Angesiedelt an das Clustermanagement ist es die zentrale Aufgabenstellung des Teilprojektes im Rahmen eines systemtheoretischen Ansatzes ein Konzept zu entwickeln, welches eine Verankerung des Diversity Managements in die Organisationskultur sowie Organisationsstruktur des Clusters ermöglicht. Teil des Vorhabens ist die Entwicklung von Personalmanagement und Recruiting-Konzepten im Sinne eines proaktiven Headhuntings für unterrepräsentierte Gruppen sowie ein diversity-sensibles Einstellungs- und Berufungsverfahren. Um dies zu erzielen werden ebenfalls Mechanismen des Change Managements angewandt. Darüber hinaus zeichnet sich das Projekt durch Cluster interne sowie externe Netzwerkaktivitäten aus.

Teilprojekt D1 – „Integrated Usage“

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung, der technischen Entwicklungen und Veränderungen in der Industrie sowie deren Einfluss auf Arbeitsabläufe und organisatorische Verfahren ist es notwendig, die Einflüsse auf Menschen die ein wesentlicher Bestandteil sozial-technischer Produktionssysteme sind zu untersuchen. Daher müssen Anforderungen, Chancen, Konsequenzen und Grenzen des IoP im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf den Menschen analysiert werden. Im Rahmen des D1 Teilprojektes wird der Mensch über die gesamte Produktion (Werkstatt-, Steuerungs- und Führungsebene eines Unternehmens) in den Mittelpunkt gestellt. Daraus ergibt sich ein Forschungsschwerpunkt der die Anpassung von Arbeitsprozessen an neue Gegebenheiten, den Wissenstransfer zwischen AnwenderInnen und digitalisierter Produktionstechnik, den Umgang mit neuen Teamstrukturen (hybride Mensch-Maschine) und die Anpassung von Organisationsstrukturen und Managementstrategien als Schwerpunkt betrachtet.

Das GDI beforscht im Rahmen breit angelegter Akzeptanzstudien in Unternehmen das Erfordernis der Anpassung von Organisationsstrukturen und Organisationskulturen um die Implementierung der Idee des IoP in bestehende Organisationen zu ermöglichen. Ziel ist es übertragbare und branchenübergreifende Strategien zu entwickeln, die Reaktanzen minimieren und eine nachhaltige Implementierung der IoP Idee ermöglichen.

 

Laufzeit

2019–2025

Förderung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)